Maria weiß selbst, dass das Interessanteste an ihr der zahme Vogel ist, den sie mit sich herumträgt. Aber sie ist zufrieden mit ihrem unspektakulären Leben. Die Kinder sind aus dem Haus, sie arbeitet halbtags als Betreuerin an einer Grundschule, fährt regelmäßig zum Volkshochschul-Yoga und hofft, ihr und ihren Lieben werde nichts Schlimmes zustoßen.

Und dann, ohne jede Vorwarnung, zerspringt diese kleine, überschaubare Welt in Stücke.
Erst der tragische Unfalltod des geliebten Sohnes. Auf gerader Strecke, gegen einen Baum. Und zwei Wochen später, als Maria zusammen mit einer Freundin damit beginnen will, sein abgelegenes Haus auszuräumen: Gestank, ein versteckter, fast lichtloser Raum … und eine schockierende Entdeckung.
Erst will Maria einfach fortgehen, will nicht glauben, was sie im Haus ihres Sohnes vor sich sieht. Aber dann geht sie doch zurück … und verstrickt sich damit unentrinnbar in die nun folgenden Ereignisse.